Polemik des Tages Der Genozid an Reisenden

07.11.2015 09:51

 

    Polemik des Tages Jüngste Zeitgeschichte  Justin/Ritter und den
    Genozid an Reisenden

    Geschrieben von Oliver Stey

    Als persönliches Anliegen will ich hier erwähnen, dass ich im
    Rahmen des Sozialistischen Forums  München" (SFM) vermutlich am
    10. Dezember 2015 in München / Eine Welt Hau...s / 19.00 Uhr einen
    Vortrag zum Thema Justin/Ritter und den Genozid an Reisenden
    Familien bzw. deren Einfluss auf das Gesundheitswesen in der BRD
    halten und, wenn möglich, auch bei Youtube als Stream
    veröffentlichen werde. 
     

    Vom Reichsgesundheitsamt zum "modernen" Gesundheitsamt der
    frühen Bundesrepublik
    am Fallbeispiel von Robert Ritter und Eva
    Justin.
    Oder das Schicksal der "Zigeunerkinder" von
    Mulfingen.


    Der Vortrag will die Zusammenhänge erläutern, wie anhand einer
    "Dissertation" über sogenannte "minderwertige" Sinti-Kinder
    und die "Gutachten" einer "promovierten" Krankenschwester,
    Eva Justin, im Windschatten ihres "Mentors" Robert Ritter,
    Leiter der "Rassenhygienischen Forschungsstelle (RHF) der Weg für
    den Genozid an Reisenden Familien in Deutschland freigemacht wurde.

    Er soll aber gleichzeitig aufzeigen, dass die "geläuterte"
    Bundesrepublik nach dem Ende des Nationalsozialismus keineswegs auf
    derart "verdiente WürdenträgerInnen" des Gesundheitswesens
    Verzicht leistete, sondern deren "Fachwissen" in die "neue
    Zeit des Aufbruchs" ohne Wenn und Aber nicht nur geistig
    integrieren konnte, sondern diese "Spezialisten" zum größten
    Teil wieder vollständig in das Gesundheitswesen der Nachkriegszeit
    integrieren konnte.
    Robert Ritter wurde nach dem Krieg zwar bis
    1950 mit Untersuchungen über seine Rolle bezüglich des rassisch
    Motivierten Genozids konfrontiert, erhielt trotzdem 1948 von der
    Stadt Frankfurt/Main seine Beförderung zum Obermedizinalrat. Nur
    seiner schlechten Gesundheit war es zu verdanken, dass er
    schließlich aus dem Gesundheitswesen ausschied und am 17. April
    1951 verstarb. In seinem Fahrwasser konnte sich Eva Justin 1948 in
    Frankfurt als "Kinderpsychologin" etablieren obwohl sie dazu
    nicht niemals einen Studienabschluss besaß. Obwohl auch gegen sie
    ab 1958 ermittelt wurde, "begutachtete" sie bis 1962 für die
    Stadt Frankfurt sogenannte "Zigeuner" wobei sie dabei Menschen
    "betreute", die sie vor 1945 für die Rassenhygienische
    Forschungsstelle auch schon "untersucht" hatte. Sie verstarb am
    11. September 1966 an Krebs.


Geschrieben von Oliver Stey

Aber wo ist Zigeunerland?

Sevilla





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